- 1 getötete FA
(reb) Denver/CO (USA). Als die Feuerwehr Denver bei einem gemeldeten Feuer in einem zweigeschossigen Gewerbeobjekt eintraf drang dichter Rauch aus dem Gebäude, aber es war kein Feuer zu erkennen. Im Laufe des Innenangriffs wurde ein FA im Obergeschoss von seinem Trupppartner getrennt und durch einen Teileinsturz in einem Raum mit Aktenschränken eingeschlossen. Es gelang ihm, mit seiner Taschenlampe das Fenster einzuschlagen und auf sich aufmerksam zu machen. Da das Fenster vergittert war konnte er sich nicht selbst retten. Von außen wurde die Rettung über tragbare Leitern eingeleitet. Als das Gitter entfernt worden war war der FA bereits bewusstlos. Es gelang nicht ihn in dem beengten Raum durch das Fenster zu bringen. Erst ein parallel vorgenommener Wanddurchbruch aus einem Nachbarraum erlaubte es schließlich nach 55 Minuten den bewusstlosen FA aus dem Gebäude und in ein Krankenhaus zu bringen. Dort wurde er für tot erklärt. Er starb an einer Rauchgasintoxikation. Weiter erschwert wurde die Rettung durch das sich ausbreitende Feuer, so dass parallel zu den Rettungsarbeiten über Strahlrohre Wasser in den Raum abgegeben werden musste, in dem sich der Verletzte und die Retter befanden.
Der Brandstifter wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.
Lehren
Im Nachgang wurde der sogenannte "Denver Drill" entwickelt, eine Methode bei der 2 FA eine bewusstlose Person aus beengten Räumen durch ein Fenster retten können.
Quelle: Feuerwehr Denver auf Facebook, Youtube-Video mit Originalaufnahmen des Einsatzes