Unfälle in Europa im Jahr 2017

(2 getötete und 84 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


- Großbrand - zwei getötete FA

(wp) Bialystok (Polen). Brand in einer zweigeschossigen Halle. Der erste Trupp (26 und 29 Jahre alt, seit drei Jahren bei der BF) erkundete die Lage ohne Schlauchleitung. Der Trupp ging eine massive Treppe hoch, öffnete eine Tür und stieg eine Stahltreppe herab. Wenige Stufen später brach ein Kollege durch die Decke. Er stürzte 3,8m tief in den Brandraum. Der Truppkollege konnte sich noch halten und die Stahltreppe hochgehen. Die extreme Hitze führte jedoch in beiden Fällen zum Tod.

Info zum Gebäude: Nach einer Nutzungsänderung wurde ein Kühlraum im Erdgeschoss geschaffen. Die nachträgliche Trennung erfolgte durch eine abgehängte Decke.

25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen 25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen 25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen 25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen 25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen 25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen 25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen 25. Mai 2017 - Großbrand - zwei getötete Kollegen

Quellen: KOMENDA WOJEWÓDZKA PAŃSTWOWEJ STRAŻY POŻARNEJ W BIAŁYMSTOKU; Grafiken: Waldemar Pruss

Juni 2017 - Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA

(bl) Hamburg. Fettbrand in einer Grillstube. Nach der notwendigen Öffnung einer Abzugshaube, lief flüssiges Aluminium über die Einsatzkleidung des Atemschutzgeräteträgers. Der Feuerwehrmann wurde im Kopfbereich verletzt und musste ambulant versorgt werden.

Quelle: Feuerwehr Hamburg

Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Seeger, Feuerwehr Hamburg) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de) Küchenbrand - abtropfendes Aluminium - ein verletzter FA (Foto: www.waldeck-fotografie.de)

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung: Waldeck Fotografie und Seeger, Feuerwehr Hamburg

- Großbrand - drei verletzte FA

(bl) Elterlein (SN). Großbrand einer Möbelfirma. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine 60 x 120 Meter große Halle in Vollbrand. Während der ersten Brandbekämpfung bricht das Dach der Halle ein. Etwa eine Stunde später kam es plötzlich zu mehreren Explosionen. Ein Atemschutzgeräteträger wurde dabei von dem Trümmerteil einer Gasflasche am Helm getroffen. Er stürzte zu Boden und war ca. 20 Sekunden bewusstlos. Nach einem Maydayruf wurde er in Sicherheit gebracht und anschließend in eine Klinik transportiert. Zudem versorgte der Rettungsdienst zwei weitere Kameraden mit Rauchgasintoxikationen.

Quelle: Feuerwehr-Magazin

- Gebäudebrand - eine Verbrennung/ein Absturz

(kd) Landelies (Belgien). Am Samstagabend brach in einer leerstehenden Villa ein Brand aus. Während der dreistündigen Löscharbeiten zog sich ein Feuerwehrmann Verbrennungen zu, ein weiterer stürzte durch eine Decke. Beide mussten versorgt werden, erlitten jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen.

Quelle: lanouvellegazette.be

- Kellerbrand - Atemschutznotfall - zwei verletzte FA

(bl) Neuss (NRW). Kellerbrand in einem Wohngebäude (Rohbau). Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus den Öffnungen des Gebäudes, sodass umgehend die Alarmstufe erhöht. Erkundungen ergaben schnell, dass es sich um ein leerstehendes Bauobjekt handelt und keine Personen in Gefahr sind. Sofort wurde ein Trupp mit einem Rohr in den Keller zur Brandbekämpfung entsendet. Starke Rauchentwicklung, enorme Wärme und Flammen erschwerten die Brandbekämpfung für den eingesetzten Trupp im Keller.

Video: Danke an Emergency-Report.de

Während der Angriffstrupp zwecks Ablösung den Rückweg aus dem Keller antrat, kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Notfall, bei dem die beiden Feuerwehrmänner verletzt wurden. Sofort wurden bereitstehende Rettungseinheiten in den Keller, zur Befreiung der verunfallten Kollegen kommandiert und konnten die in Not geratenen nach kurzer Zeit in die Hände des Rettungsdienstes übergeben. Nach einer ersten medizinischen Versorgung vor Ort, wurden beide unter Notarztbegleitung in eine Spezialklinik transportiert. Nach den zurzeit vorliegenden Erkenntnissen sind die Verletzungen zwar ernst, aber nicht lebensbedrohlich.

Im Anschluss an die gelungene Rettungsaktion wurden alle beteiligten Feuerwehrleute aus dem Einsatz entlassen und auf der Feuerwache Hammfelddamm zusammengezogen, wo bereits speziell geschulte Seelsorger aus dem Rhein-Kreis Neuss ihre Bereitschaft zu Gesprächen anboten. Die Angehörigen der verunfallten Feuerwehrleute wurden ebenfalls kontaktiert und betreut.

Quelle: Feuerwehr Neuss